Nebenwirkungen inbegriffen

Teebaumöl genießt den Ruf eines Wundermittels gegen kleine Hautprobleme. Ob Fußpilz, Pickelmale oder Insektenstiche – viele Menschen greifen gerne zu diesem ätherischen Öl aus der Pflanzenwelt. Doch so wirksam das Öl auch sein kann, es hat auch erhebliche Schattenseiten, die man kennen sollte.
Teebaumöl hat tatsächlich antimikrobielle und antifungale Eigenschaften. Das heißt, es kann Pilze und Bakterien bekämpfen. Deshalb funktioniert es bei vielen Menschen gegen oberflächliche Hautinfektionen recht gut. Es ist kostengünstig, pflanzlich und viele Menschen bevorzugen es gegenüber chemischen Alternativen.
Das Problem liegt in der Konzentration und Anwendung. Teebaumöl ist sehr konzentriert und sollte niemals pur auf die Haut aufgetragen werden. Bereits in reiner Form kann es zu Kontaktdermatitis führen – einer entzündlichen Hautreaktion, die noch unangenehmer sein kann als das ursprüngliche Problem. Manche Menschen reagieren allergisch auf Teebaumöl, manche entwickeln erst nach längerem Gebrauch Überempfindlichkeitsreaktionen.
Ein weiterer Punkt betrifft die innere Anwendung. Teebaumöl sollte niemals geschluckt werden, auch nicht in verdünnter Form. Es kann zu Nervenschädigungen und anderen ernsthaften Nebenwirkungen führen. Besonders bei Kindern ist Vorsicht geboten, da ihr Organismus empfindlicher auf konzentrierte ätherische Öle reagiert.
Wer Teebaumöl verwenden möchte, sollte es immer stark verdünnen – mindestens im Verhältnis 1:10 mit einem Trägeröl wie Kokos- oder Jojobaöl vermischen. Machen Sie vorher einen Allergietest an einer kleinen Hautstelle. Bei Unsicherheit oder bei großflächigeren oder hartnäckigeren Hautproblemen ist der Besuch in der Apotheke oder beim Arzt die bessere Wahl.
Hinweis: Diese Information ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.