Jeder darf mitmachen!

Die Sicherheit von Arzneimitteln ist ein kontinuierlicher Prozess. Die Behörden und die Pharmaindustrie beobachten Medikamente nicht nur vor ihrer Zulassung streng, sondern auch danach – und dabei brauchen sie die Hilfe der Anwender.
Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie Arzneimittelnebenwirkungen kostenlos melden können. Ob Sie ein Medikament selbst nehmen oder ein unerwartete Reaktion bei einem Angehörigen beobachten – jede Meldung trägt zu einem besseren Verständnis der Arzneimittelsicherheit bei. Diese Meldungen fließen in internationale Datenbanken ein und helfen dabei, bislang unbekannte Risiken zu erkennen.
Das Melden ist denkbar einfach. In Deutschland koordiniert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) das System der Arzneimittelüberwachung. Meldungen können online über ein Formular erfolgen oder durch Ihren Apotheker eingereicht werden. Auch Ärzte und die Pharmaziehersteller selbst beteiligen sich an diesem Prozess.
Was sollte man melden? Grundsätzlich alle unerwünschten Ereignisse, die zeitlich mit der Einnahme eines Medikaments zusammenhängen. Dies können Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Hautreaktionen oder ernsthafte Komplikationen sein. Selbst wenn Sie unsicher sind, ob es wirklich eine Nebenwirkung ist – berichten Sie es. Die Fachleute werden es bewerten.
Ihre Mithilfe ist wertvoll. Durch solche Meldungen wurden bereits zahlreiche seltene Nebenwirkungen entdeckt und Medikamente von den Märkten genommen oder mit stärkeren Warnhinweisen versehen. Wer ein Nebenwirkung erleidet, leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit aller Patienten.
Hinweis: Diese Information ersetzt keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.